aktuell geht ja gerade das - zugegeben perverse - experiment der österreichischen wissenschaftler der medizinischen universität innsbruck durch die medien, bei dem 29 hausschweine lebendig unter einer künstlichen lawine begraben werden sollten - 10 tiere haben sie geschafft, bevor sie heute abend das experiment wegen des großen medialen drucks abbrachen.
mit dem vom wissenschaftsministerium offiziell genehmigte experiment sollte der erstickungs- und erfrierungstod durch eine lawine untersucht werden. ganz plastisch gesprochen: die buddeln da kurzzeitig betäubte, lebendige schweine in den schnee ein und gucken denen beim ersticken und/oder erfrieren zu. vielleicht schneiden sie dann dem ein oder anderen noch eine gewebeprobe aus dem fleisch. das ist wissenschaft, das schafft wissen.
schön, dass das alles so schlimm finden. das ist es nämlich auch. es ist abartig. etwas angepisst bin ich aber trotzdem, denn ein ums andere mal zeigt sich die macht und die willkür der mainstream-medien. jetzt mal unabhängig von dem wirken der österreichischen tierschutzaktivisten vor ort, die überhaupt erst darauf aufmerksam gemacht haben, geht meine kritik in richtung großer deutscher print- und online-medien. zuerst einmal schreiben die alle bis aufs wort das gleiche: stern, welt, focus ... nur beim spiegel (ausgerechnet!) findet man ein paar andere, treffende wort:
Eigentlich haben Menschen keine besonders großen Probleme damit, für
ihr Wohl Schweine sterben zu lassen - mehr als 16.000 der Tiere sind
nach Zahlen der Bundesregierung 2007 bei wissenschaftlichen
Experimenten umgekommen. Eine geradezu winzige Zahl im Vergleich zu der
Schweinemenge, die dem menschlichen Appetit geopfert wird: 50 Millionen
der Tiere landen jedes Jahr in deutschen Schlachthöfen und anschließend
auf dem Teller. Rund einen Zentner Schweinefleisch vertilgt der
Durchschnittsdeutsche pro Jahr.
Nun sollte es 29 Schweinen in Österreich an den Kragen gehen - und
das Entsetzen konnte größer kaum sein. Denn anders als sonst sollten
die Tiere nicht etwa hinter verschlossenen Türen, sondern an einem
Berghang ihr Leben lassen: damit Forscher mehr über das Sterben von
Menschen in Lawinen erfahren.
im übrigen werden in vielen schlachthöfen schweine ebenfalls erstickt. nur eben mit gas und nicht im schnee.
ich will hier keinesfalls tierversuche relativieren oder gar rechtfertigen, nichts liegt mir ferner. aber manchmal krieg ich die relation nicht zu fassen: warum wird die schweine-geschichte der ösis so groß aufgetischt und der normale wahnsinn in deutschen tierversuchslaboren findet praktisch keine erwähnung mehr?
"die forschenden pharmaunternehmen." damit sie länger leben als sie sollten, quälen wir tiere, die auch ihre haustiere sein könnten. vielen dank für ihr geld.
an der bremer uni werden affen gequält. wayne?
Bei den Versuchen wird den Primaten ein Loch in den Schädel gebohrt,
durch das bei den Tests Elektroden in ihr Gehirn geschoben werden. Auf
ihrem Kopf ist mit Zement eine Halterung befestigt, mit der die Tiere
fixiert werden können. Am Ende ihres Versuchstierlebens werden sie
getötet, damit die Gehirne untersucht werden können. Nach Angaben des
Forschungsleiters Andreas Kreiter ist die Belastung für die Tiere
"objektiv relativ gering". - quelle: stern.de
alleine in deutschland gehen jedes jahr rund 3 millionen tiere bei experimenten drauf. wo bleibt da der aufschrei?
die bundeswehr hat mit biologischen und chemischen waffen 3300 tieren getötet.
die us army lässt ihre soldaten zu übungszwecken auf lebende schweine schießen.
abschließend noch ein verweis auf einen etwas älteren eintrag zum thema tierversuche. hier lang, bitte.
ich geh kotzen.